Zwillingsspiel Stromiedel, MarkusRezension von Frankk Berlin wird von einem Terroranschlag erschüttert: Eine Explosion auf dem S-Bahnhof Savignyplatz zerfetzt sieben Menschen, darunter die Tochter eines Prominenten Regierungsberaters. Kommissar Paul Selig wird mit den Ermittlungen beauftragt – zu seinem großen Erstaunen. Nicht zuletzt wegen seiner Machtbesessenen Zwillingsschwester Lisa, ist er als Verlierer gestempelt. Bei seinen Ermittlungen stößt Selig auf Zahlreiche ungereimtheiten. Sollte er den Fall bekommen haben, weil man ihm die Aufklärung nicht zutraut? Doch wem würde das nutzen? Kommissar Selig beginnt über sich hinaus zu wachsen. Der Einband ist schwarz. Auf dem Cover stehen Titel und Name des Autors in roter bzw. grauer Schrift geschrieben. Darüber stehen sich zwei Heuschrecken in roter Farbe kampfbereit gegenüber. „Zwillingsspiel“ liegt mir als Taschenbuch mit ca. 430 Seiten vor. Das Buch spielt in Berlin kurz vor anstehende Wahlen. In den letzten 2 Wochen ist soeben die dritte Bombe explodiert. Immer begleitet von Islamistisch motivierten Bekennerschreiben, entwickelt sich eine explosive Stimmung, die in Ausschreitungen in türkischen Vierteln und Geschäftsplünderungen ihren Höhepunkt findet. Markus Stromiedel gelingt es geschickt, die Spannung in der Stadt und die Intrigenspiele der Politiker einzufangen und glaubwürdig darzustellen. Mit Kommissar Selig hat das Buch noch eine grandiose, wenn auch manchmal lethargische Hauptfigur, die auf dem vierhundert Seiten eine authentische Entwicklung durch macht. Der Krimi ist gut geschrieben und nimmt nach merkwürdigem Anfang zur Mitte hin deutlich an Fahrt auf. Es gibt auch auch immer wieder nachdenkliche Passagen und Rückblicke, die das gelunge Bild eine Hauptstadtthrillers im politischen Berlin abrunden. Ein Must-Have für deutsche Krimileser. Datenbank:0.0008 Webservice:0.1351 Querverweise:0.1211 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0010 Cover:0.0006 Meinungen:0.0020 Rezi:0.0002 Kompett:0.2625 |