Der Teufelspakt Siefener, MichaelRezension von HyndaraJan Droom hat eigentlich für sein Leben ausgesorgt - bzw. seine Mutter tat es für ihn. Er braucht nicht zu arbeiten und hat genug Geld, um davon zu leben, kann sich sogar ab und an ein Buch kaufen - es darf nur nicht mehr als ein oder zwei Mark kosten. Dann aber kreuzt sich sein Weg mit dem eines geheimnisvollen Manuskriptes mit dem Titel "Der Teufelspakt". Und Jans Leben wird völlig auf den Kopf gestellt. Plötzlich verliebt er sich in die schöne Susanne, und die ist auch an ihm interessiert. Doch wie paßt der geheimnisvolle und grauenhafte Serienkiller in sein neues Leben? Und warum scheint es, als würde die Handlung im "Teufelspakt" immer mehr seinem Leben entsprechen? Michael Siefener war mir vor diesem Buch zwar ein Begriff nach dem Motto "Geheimtip", doch eine eigene Meinung zu ihm hatte ich bisher noch nicht. Das sollte sich unbedingt ändern, also her mit seinem neuen Werk ... Es lohnt sich! Siefeners düstere Phantastik braucht nicht einen Buchstaben mehr als nötig, seine Figuren sind lebensecht und nachvollziehbar entwickelt - und entwickeln sich auch im Roman weiter (etwas, das beileibe leider nicht mehr selbstverständlich ist). Die Handlung fesselt und bedrückt zugleich. Mit einem Wort: PHANTASTISCH! Der Plot an für sich bietet zwar wenig bis gar nichts neues, doch Siefener gelingt es trotzdem, eine Geschichte zu erzählen, die dem Leser neu erscheint. Dabei ist sein Horror nichts Spektakuläres, keine großen Blutbäder (selbst an Stellen, bei denen man es eigentlich denken würde). Nein, Siefeners Horror entsteht mehr von innen heraus und dringt erst gegen Ende des Buches bis nach außen, um die Welt in ein neues, surreales Licht zu tauchen. Dann aber schlägt der Autor brutal zu und läßt seinen Leser zweifelnd zurück. Man zweifelt nicht an der Geschichte, beileibe nicht. Man zweifelt eigentlich eher an sich selbst, an der eigenen Wahrnehmung, an seinem Leben. Ist da nicht auch immer wieder die Schlange, die sich in den Schwanz beißt? Kommt es einem nicht doch oft so vor, als sei man plötzlich auf einen fremden Planeten versetzt? Ich kann nicht anders, als diesem Buch eines zu attestieren: Bisher der beste Roman des Jahres, und ihn zu toppen - nun, ich wage daran zu zweifeln, ob es gelingt. Herstellerinfo: Ein geheimnisvolles Manuskript ändert das Leben des Schriftstellers Jan Droom radikal: Beim Versuch, die alte Handschrift zu entziffern, vermischen sich zunehmend Realität und Fiktion, Wirklichkeit und Wahn, bis am Schluß nur noch Fragen bleiben, auf die es nur entsetzliche Antworten geben kann: Wer ist die rätselhafte Unbekannte in Schwarz, die immer wieder Jans Weg kreuzt? Was hat die verführerische Susanne mit ihm vor? Mehr und mehr gleitet er in eine alptraumhafte Welt ab, aus der es kein Entrinnen gibt.
Datenbank:0.0008 Webservice:0.1773 Querverweise:0.1145 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0007 Cover:0.7088 Meinungen:0.0021 Rezi:0.0002 Kompett:1.0062 |